Jugendevent der BSSSC in Hamar – Jugendliche gestalten die Zukunft mit
Das BSSSC-Jugendevent im Herbst 2026 konnte dank der Förderung durch Erasmus+ mit fast 40 Jugendlichen sowie Koordinatorinnen und Koordinatoren aus verschiedenen Ländern der Ostseeregion stattfinden. Auch Brandenburg war wieder gut vertreten: Fünf Jugendliche machten sich auf den Weg nach Hamar. Neben den bereits erfahrenen Teilnehmenden von der Universität Potsdam waren diesmal auch zwei neue Gesichter dabei, die ich über das Jugend-LEADER-Projekt in der Uckermark gewinnen konnte.
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage: Wie soll sich die BSSSC in den kommenden Jahren entwickeln – und was ist jungen Menschen dabei besonders wichtig? Grundlage dafür waren zwei zentrale BSSSC-Papiere, die Strategie 2030 und der dazugehörige Action Plan. Die Jugendlichen beschäftigten sich intensiv mit beiden Dokumenten, entwickelten eigene Ideen und diskutierten darüber, welche Themen und Ziele aus ihrer Sicht künftig stärker berücksichtigt werden sollten.
Das Ganze hatte auch einen ganz konkreten Zweck: Für den dritten Tag war eine gemeinsame Sitzung der Jugendlichen mit dem BSSSC Board vorgesehen. Dort sollten die Ergebnisse vorgestellt und direkt mit den Board-Mitgliedern diskutiert werden. Die Jugendlichen waren also nicht nur als Gäste dabei, sondern konnten ihre Vorstellungen unmittelbar in die weitere Arbeit der BSSSC einbringen.
Damit das funktioniert, war im Vorfeld einiges an Vorbereitung nötig. Gemeinsam mit der Chairmanship der Vidzeme Planungsregion hatte ich einen detaillierten Ablauf- und Vorbereitungsplan erarbeitet, den wir während des Treffens Schritt für Schritt umgesetzt haben. Für die nötige Abwechslung sorgte der Jugendrat der Region Innlandet: Mit Kennenlernspielen und verschiedenen motivierenden Aktivitäten kam auch der Spaß nicht zu kurz. Schließlich lebt ein internationales Jugendtreffen nicht nur von Strategiepapieren und Sitzungen, sondern vor allem davon, dass junge Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und voneinander lernen.
Besonders spannend wurde es bei der gemeinsamen Sitzung mit dem BSSSC Board. Hier konnten die Jugendlichen ihre Ideen zur Strategie 2030 präsentieren und mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern diskutieren. Dabei wurde einmal mehr deutlich, dass Jugendbeteiligung in der BSSSC kein Extra am Rande ist. Junge Menschen sollen auch bei den zentralen Zukunftsfragen der Organisation mitreden und ihre Sichtweisen einbringen.
Wie wichtig solche Begegnungen sein können, brachte die lettische Teilnehmerin Emīlija Pelce im Anschluss sehr schön auf den Punkt: Sie sei mit neuen Ideen aus Hamar zurückgekehrt, wie junge Menschen selbst Veränderungen in ihren Regionen anstoßen können. Gerade bei Fragen, die ihre eigene Zukunft betreffen, müssten Jugendliche beteiligt werden. Treffen wie dieses machten Mut, nicht am Rand zu stehen, sondern selbst aktiv zu werden.
Am letzten Tag stand schließlich noch eine wichtige Entscheidung an: die Wahl der Jugendvertretung im BSSSC Board. Für die Nachfolge von Miro Broswitz gab es mit Marlene Seifert aus Potsdam eine Kandidatin. Sie wurde per Akklamation für zwei Jahre, also bis 2028, gewählt. Miro Broswitz kandidierte anschließend als Deputy und wurde ebenfalls gewählt.
Die Position eines Stellvertreters hat sich in der Vergangenheit als ausgesprochen sinnvoll erwiesen. Da immer wieder eines der regulären Jugendmitglieder verhindert sein kann, sorgt der Deputy dafür, dass die Stimme der Jugendlichen trotzdem im Board vertreten bleibt.
Damit besteht die Jugendvertretung im BSSSC Board nun aus Marlene Seifert aus Brandenburg und Viktoria Buaas aus Telemark/Norwegen als regulären Board Members sowie Miro Broswitz aus Brandenburg als Stellvertreter.
Insgesamt waren die Tage in Hamar eine gute Mischung aus konzentrierter inhaltlicher Arbeit, internationalem Austausch und persönlichem Kennenlernen. Besonders erfreulich war, dass neben erfahrenen Jugendlichen auch neue Teilnehmende für die BSSSC-Arbeit gewonnen werden konnten. Genau davon lebt die Jugendbeteiligung: von jungen Menschen, die ihre Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und erleben, dass ihre Meinung auch auf politischer Ebene gefragt ist.
Und die nächsten Aufgaben warten bereits: Die Ergebnisse aus Hamar fließen in die weitere Arbeit an der BSSSC-Strategie 2030 und den zukünftigen Prioritäten der Organisation ein. Gerade angesichts der politischen und sicherheitspolitischen Veränderungen in Europa bleibt es wichtig, dass dabei auch die Perspektive der jungen Generation aus den Regionen rund um die Ostsee gehört wird.
Article prepared by Christopher Lucht (BSSSC Youth Coordinator)
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